Was kostet Social Recruiting?
Eine Social-Recruiting-Kampagne für eine Gesellenstelle kostet meist 2.000 bis 5.000 € inklusive Werbebudget bei vier bis acht Wochen Laufzeit. Das liegt deutlich unter einer Personalvermittlung, die 15 bis 30 Prozent des Jahresgehalts verlangt.
Im Detail
Sie zahlen für die Einrichtung des Systems, die Content-Erstellung und das Media-Budget. Im Vergleich zu den Kosten einer unbesetzten Stelle amortisiert sich die Investition oft schon im ersten Monat.
Die drei Kostenblöcke
Social Recruiting hat drei Bestandteile, die sich getrennt kalkulieren lassen: die Einrichtung, die laufende Betreuung und das Werbebudget. Die Einrichtung umfasst Strategie, Video- oder Fotoproduktion, Anzeigentexte und den Bewerbungsfunnel. Die Betreuung deckt Kampagnensteuerung, Optimierung, Vorqualifizierung und Reporting ab. Das Werbebudget geht direkt an Meta, TikTok oder LinkedIn.
Typische Preisspannen
| Bestandteil | Umfang | Marktübliche Spanne |
|---|---|---|
| Einrichtung pro Kampagne | Konzept, Video, Anzeigen, Bewerbungsformular | 1.000 bis 3.000 € einmalig |
| Laufende Betreuung | Steuerung, Optimierung, Vorqualifizierung | 400 bis 1.200 € pro Monat |
| Werbebudget | je Stelle, geht an die Plattform | 300 bis 1.000 € pro Monat |
| Gesamt für eine Gesellenstelle | 4 bis 8 Wochen Laufzeit | 2.000 bis 5.000 € |
Die Spannen sind Orientierungswerte. Berufe mit sehr wenigen Fachkräften, etwa Meister oder Bauleiter, brauchen mehr Budget und Laufzeit. Azubi-Kampagnen sind oft günstiger, weil die Zielgruppe größer ist.
Vergleich mit anderen Wegen
- Jobportal: 500 bis 2.000 € pro Anzeige und Monat, ohne Garantie auf eine einzige Bewerbung.
- Personalvermittlung: 15 bis 30 Prozent des Bruttojahresgehalts. Bei 45.000 € Jahresgehalt sind das 6.750 bis 13.500 € für eine Einstellung.
- Unbesetzte Stelle: Ein fehlender Geselle kostet einen Handwerksbetrieb je nach Gewerk 5.000 bis 15.000 € Umsatz pro Monat, dazu Überstunden im Team und abgelehnte Aufträge.
Gegen diese Zahlen ist Social Recruiting mit 2.000 bis 5.000 € pro Einstellung der günstigste Kanal, der auch passiv Wechselbereite erreicht.
Was die Kosten pro Bewerbung beeinflusst
Drei Faktoren entscheiden. Erstens die Qualität des Videos: Ein echter Einblick mit dem Chef vor der Kamera bringt drei- bis fünfmal mehr Bewerbungen als ein Stockbild mit Text. Zweitens der Bewerbungsweg: Jedes Pflichtfeld und jeder Upload kostet Bewerber. Drittens die Reaktionszeit: Wer Bewerber nach drei Tagen anruft, erreicht die Hälfte nicht mehr.
Wann sich die Investition amortisiert
Ein Geselle, der ab dem ersten Monat mitarbeitet, erwirtschaftet die Kampagnenkosten in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen. Bei Azubis dauert es länger, dafür sind die Kosten pro Einstellung niedriger. Entscheidend ist, die Kosten nicht gegen null zu rechnen, sondern gegen die Kosten der unbesetzten Stelle.
Häufige Folgefragen
Zahle ich pro Bewerbung oder pauschal?
Bei uns pauschal für Einrichtung und Betreuung, plus das Werbebudget, das eins zu eins an die Plattform geht. Modelle mit Preis pro Bewerbung gibt es am Markt, sie setzen aber Anreize für Masse statt Qualität.
Was passiert, wenn niemand passt?
Dann wird nachjustiert: Zielgruppe, Video, Anzeigentext oder Region. Kampagnen laufen nicht blind weiter, sondern werden wöchentlich ausgewertet. Eine Garantie auf Einstellung kann seriös niemand geben.
Rechnet es sich?
Ab der ersten erfolgreichen Einstellung hat sich das System in der Regel bereits bezahlt gemacht.
Social Recruiting
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