Google Ads oder Meta Ads – was lohnt sich mehr?
Es kommt auf die Intention an: Google Ads fangen bestehende Nachfrage ab (Nutzer sucht aktiv), Meta Ads erzeugen Nachfrage (Nutzer wird durch Interessen angesprochen).
Im Detail
Für viele KMU ist eine Kombination ideal. Meta Ads bauen Markenbewusstsein und Bedarf auf, während Google Ads die Nutzer abholen, die bereits eine konkrete Kaufabsicht zeigen.
Der Unterschied in einem Satz
Google Ads erreichen Menschen, die gerade suchen. Meta Ads, also Anzeigen auf Facebook und Instagram, erreichen Menschen, die gerade scrollen. Das erste ist Nachfrage abholen, das zweite ist Nachfrage wecken.
Vergleich im Detail
| Kriterium | Google Ads | Meta Ads |
|---|---|---|
| Wann der Nutzer die Anzeige sieht | bei aktiver Suche | im Feed, ohne Suchabsicht |
| Kosten pro Klick | 1 bis 10 €, in Nischen mehr | 0,20 bis 1,50 € |
| Anfragequote der Zielseite | hoch, oft 5 bis 15 % | niedriger, oft 1 bis 5 % |
| Kosten pro Anfrage | 20 bis 80 € | 15 bis 60 € |
| Stärke | Notdienst, konkrete Leistungen, B2B | Bekanntheit, Projekte mit Vorlauf, Recruiting |
| Kreativer Aufwand | gering, Textanzeigen | hoch, Bilder und Videos nötig |
Wann Google Ads die richtige Wahl sind
Immer dann, wenn Ihre Kunden ein konkretes Problem googeln: „Heizung Notdienst“, „Steuerberater Mosbach“, „Zahnarzt Angstpatienten“. Die Absicht ist klar, der Klick ist teuer, aber die Anfrage folgt schnell. Google Ads brauchen eine Zielseite, die genau die gesuchte Leistung erklärt und einen sofort erreichbaren Kontaktweg hat. Ohne diese Zielseite verpufft das Budget.
Wann Meta Ads die richtige Wahl sind
Bei Leistungen, die Menschen planen, aber noch nicht suchen: Badsanierung, Wärmepumpe, Küchenplanung, Anbau. Bei allem, was über Bilder funktioniert. Und beim Recruiting, weil wechselbereite Fachkräfte nicht nach Jobs suchen, aber auf ein gutes Video aus einem Betrieb reagieren. Meta Ads brauchen gutes Material: echte Fotos, kurze Videos, ein klares Angebot.
Die Kombination für kleine Unternehmen
Für die meisten regionalen Betriebe ist die Antwort nicht entweder oder. Ein typischer Aufbau: Google Ads für die zwei bis drei Leistungen mit klarer Suchabsicht, Meta Ads für ein Projekt mit Vorlauf oder für eine offene Stelle. Die Budgetverteilung liegt oft bei 60 zu 40 zugunsten von Google, beim Recruiting umgekehrt.
Wo Anfänger Geld verlieren
- Google Ads ohne ausschließende Keywords: Klicks für „kostenlos“, „selber machen“ oder „Ausbildung“ kosten Geld und bringen nichts.
- Meta Ads mit Stockfotos: Die Plattform bestraft langweilige Anzeigen mit hohen Preisen.
- Kampagnen, die auf die Startseite führen statt auf eine Zielseite für die beworbene Leistung.
- Kein Tracking: Wer nicht weiß, welche Anzeige die Anfrage gebracht hat, kann nicht optimieren.
Häufige Folgefragen
Mit welchem Budget sollte ich starten?
Bei Google Ads mit 500 bis 1.000 € Klickbudget im Monat, damit genug Daten für Optimierung entstehen. Bei Meta Ads reichen für regionale Kampagnen 300 bis 600 €. Weniger funktioniert, liefert aber langsamer belastbare Zahlen.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Erste Klicks am selben Tag, erste Anfragen meist in der ersten Woche. Belastbare Kosten pro Anfrage zeigen sich nach vier bis sechs Wochen, wenn die Kampagne genug Daten gesammelt hat.
Was ist günstiger?
Die Kosten pro Kontakt sind bei Meta meist niedriger, die Conversion-Rate bei Google oft höher. Wir finden den richtigen Mix für Ihr Budget.
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